Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer…

 und das obwohl es gerade sehr wohltuend warm ist. Der Hintergrund zum Eingang ist aber ganz anders gesehen. Viele Schlagzeilen aus den letzten Wochen in den Bereichen der Lebensmittelindustrie wie zum Beispiel: 

 „Künstliche Intelligenz hilft Retouren in Bäckereien zu reduzieren“(Q1) 

„Regionale Produkte liegen im Trend: Gemeinsam regionale Wertschöpfung stärken“ (Q2) 

„Private Brauereien bevorzugen gemeinsamen Mehrwegpool von großen und kleinen Brauereien“ (Q3) 

„Die Grilltrends 2021: Vegane Bratlinge und geräucherte Spareribs“ (Q4) 

lesen und hören wir auf vielen Kanälen. Alle haben eines gemeinsam. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die wahren Probleme der Klimakrise stecken im Detail. In allen Bereichen benötigen wir viel zu viel Energie, um jetzt schon jede Versorgung in Deutschland sicher stellen zu können. Überall in der Lebensmittelproduktion sind sehr hohe Energieverbräuche vor allem in Kühlung, Klimatisierung und Prozessen so dass wir in den Sommermonaten jetzt zu noch mehr Strom aus dem Ausland greifen müssen. Unsere Netze sind überlastet und unsere Lebensmittelproduzenten müssen teilweise mit sehr hohen Netzentgelten und Strompreisen schon im jetzigen Sommer rechnen. Die Klima Schwankungen sind so stark, dass von Sturzfluten in Großstädten wie Stuttgart bis hin zu Unwettern und Orkanen in Nordrhein Westfalen, in den letzten Wochen alles schon dabei war. Dabei ist das Überangebot an Lebensmitteln und die jederzeitige Verfügbarkeit bis in die späten Abendstunden auch ein Faktor für stetige Neuproduktionen. Unsere Abfälle aus teuren Ressourcen wie Energie und Lebensmitteln sind am Ende nichts mehr Wert. Mit derzeit 12 Millionen Tonnen Müll nur im Bereich der Lebensmittel vernichten wir jährlich 20 Milliarden Euro, ohne das wir Energie mit berücksichtigt haben. Das sind pro Kopf im Jahr 75 Kilogramm heißt bei einem durchschnittlichen 4 Personenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kinder) sind es ca. 19 Kilogramm Müll an Lebensmitteln, jeden Monat. (Q5) Diese Zahlen sind sehr erschreckend. 

Unsere Situation ist sehr erschreckend wenn man diese Aneinanderreihung von Fakten sich einmal in Ruhe anschaut. Verstehen Sie uns nicht falsch, wir alle möchten von unserer Erde noch etwas den nächsten Generationen an fruchtbarem Land und lebenswerter Natur hinterlassen. Hinterfragen wir doch einfach jeder selbst von uns seinen eigenen Konsum und ob ich abends um 20:00 oder 21:00 Uhr immer noch volle Regale benötige. Genießen wir diesen anderen Sommer. Genießen wir diesen Sommer etwas bewusster und nachhaltiger. Für uns. Für unsere Kinder. Für unsere Umwelt. 

Wir wünschen Ihnen schöne, fröhliche und klimaneutrale Sommertage. 

Anne-Catharina Graage und Ralf Garber 

Quellangaben:
Q1 – Handwerksblatt Online Mittwoch 07.07.2021
Q2 – Oberpfalzecho.de 19.06.2021 
Q3 – about drinks.com 02.07.2021
Q4 – mopo.de/Hamburg 18.06.2021
Q5 – Verbraucherzentrale.de 01.03.2021 

stock.adobe.com: Bildrecht – © drakuliren

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