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Unser täglich Brot …

… gewinnt seit mehreren Wochen eine ganz neue Bedeutung. Die aktuellen Meldungen – bezüglich der Beschaffung von Rohstoffen wie Mehl, Öl, Saat und vielen anderen Dingen des täglichen Lebens –, mit denen wir jetzt täglich konfrontiert werden, stellen eine besondere Herausforderung für Unternehmer:innen und Verbraucher:innen dar. Planungssicherheit ist mittlerweile relativ. Die Märkte schwanken aufgrund von Spekulationen um ein Vielfaches mehr, als wir in der Wirtschaftsgeschichte seit den 50er-Jahren erlebt haben. Einflussfaktoren wie höhere Energiekosten, steigende Personalkosten aufgrund fehlender Fachkräfte, nicht oder schwer verfügbare Grundnahrungsmittel wie Mehl und Öl sowie die Nichtkalkulierbarkeit der inneren Sicherheit in Europa machen uns zunehmend zu schaffen. Trotzdem sollten wir einen kühlen Kopf bewahren und jeden Tag voll positiver Energie in die Zukunft blicken. Wir versuchen es zumindest.

Die Energiekosten bei Strom, Öl, Gas und Kraftstoffen haben sich gegenüber dem Jahr 2021 fast verdoppelt, wobei das Team vom Klima Kontor Sie mit allen verfügbaren Mitteln dabei unterstützen kann, jetzt Ihre Energiekosten zu reduzieren. Photovoltaik- sowie Solarthermieanlagen sind für den Eigenverbrauch auf jeden Fall sinnvolle Maßnahmen, doch wie soll ich Sonnenenergie nutzen, wenn meine Hauptproduktionszeit in der Nacht liegt?

Welche Möglichkeiten gibt es, um mit einfachen Mitteln mehr Energieeffizienz in meine Produktion zu bekommen? Wie und mit welchen Energieträgern kann ich mich langfristig aufstellen, um den aktuellen Marktpreisschwankungen so wenig wie möglich ausgeliefert zu sein? Wie kann ich mein Unternehmen in die Klimaneutralität führen?

All diese Fragen begegnen uns stetig. Es gibt zugleich viele verschiedene Antworten darauf, denn genau so, wie Brot nicht gleich Brot ist, ist es auch bei der Anwendung der Energie in Ihrem Unternehmen: Jede Bäckerei und jede Produktion ist anders, jede:r Bäcker:in hat ihre/seine individuellen Rezepte und Prozesse. Daher sind all diese Fragen und viele andere mehr nicht so leicht zu beantworten. Das dabei stets ausschlaggebende Kriterium ist und bleibt, die Qualität der Produkte und die Philosophie des Unternehmens im Einklang und zugleich auf höchster Stufe zu halten.

All diese Faktoren führen jedoch auch dazu, dass Lebensmittel um ein Vielfaches teurer werden. Seit Januar 2022 verzeichnen wir in Deutschland durchschnittlich 25 Prozent Preissteigerung bei Broten und anderen Backwaren. Was heißt das für die Verbraucher:innen? Hat ein Kilogramm Handwerksbrot im Durchschnitt in Deutschland im Januar 4,50 Euro gekostet, so liegt der Preis dafür jetzt bei 5,63 Euro. Bei einem Brötchen, welches vorher 0,52 Euro gekostet hat, sind es jetzt 0,65 Euro. Schauen wir auf unsere Nachbarn wie Frankreich, die Schweiz und Österreich, so liegen wir dennoch am unteren Ende der Preisskala: In unseren Nachbarländern sind Lebensmittel um ca. 20 bis 30 Prozent teurer als bei uns. Dazu haben auch unser deutsches Konsum- und Produktionsverhalten gepasst. Wir haben viel mehr gekauft und produziert, als wir essen konnten, und haben dann kostbare Lebensmittel oft auch in die grüne Tonne oder den Container wandern lassen. Zahlen von foodwatch aus dem Jahr 2021 bestätigen, dass wir in Deutschland pro Person und Jahr durchschnittlich mehr als 75 Kilogramm Lebensmittel in den Müll schmeißen. Das alles, wie z.B.unsere Einkaufsformen und unser Verhalten  sind Faktoren, die wir sofort ändern können, ohne uns irgendwo einzuschränken. Geben wir etwas mehr Geld für bessere Lebensmittel aus und genießen diese bewusster – so, wie es früher üblich war.

Vielleicht hat die derzeitige Marktsituation mit all ihren Hochs und Tiefs aber auch etwas Gutes.

Vielleicht lernen wir, umzudenken, bewusster zu konsumieren und zu produzieren sowie unser täglich Brot und somit auch unsere Handwerkskultur mehr zu schätzen.

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